Tago Mago von Can

Can

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Unlimited Edition

Cover: »Unlimited Edition« von »Can«
1968 - 1975
Das Doppelalbum (LP) Unlimited Edition beinhaltet bis dato (1976) unveröffentliche Stücke aus dem Can-Archiv (*Ausnahme s. u.). Was aber nicht heißt, daß das irgend welcher Schrott ist. Ganz im Gegenteil. Zwei der größten Highlights der Krautrockgruppe sind hier verewigt. Zum Einen das abgefahrene Rockteil Connection mit Malcolm Mooney und zum Anderen das geilstspacige Transcendental Express, mit dem uns Can in den Orient entführt. Auch mit Damo Suzuki gibts auf Unlimited Edition ein Wiederhören.

*Die erste LP diese Doppelalbums wurde schon 1974 unter dem Namen Limited Edition in einer Stückzahl von 15000 veröffentlicht. Habe ich bei Govi (noch bekannt?) in der Kurt-Schumacher-Straße, Hannover gekauft. An manche Sachen erinner ich mich noch ganz gut.

The Lost Tapes

Cover: »The Lost Tapes« von »Can«
1968 - 1977
2012 kam es zu einer sensationellen Posthum-Veröffentlichung von Can-Aufnahmen, die Jahrzehnte lang unbeachtet auf Tonbändern ihr Dasein fristeten. Dies ist seit der Veröffentlichung von The Lost Tapes, Hildegard Schmidt sei Dank, vorbei. Sie nervte wohl ihren Mann Irmin, er solle sich mal die fünfzig Stunden langen Bänder anhören, was er dann wohl notgedrungen tat. Hat er gut gemacht.

An wunderbarsten Musikstücken können wir uns auf The Lost Tapes von Can berauschen. Der überwiegende Teil der Lieder stammt aus der Zeit zwischen 1968 und 1973, also die Zeit mit den Sängern Malcolm Mooney und Damo Suzuki, die dementsprechend oft auf den Tracks zu hören sind. Viele neue Lieder, aber auch jede Menge Can: Box und Begleitheft von «The Lost Tapes» Live-Versionen von bekannten, wie Spoon oder Mushroom bzw. alternative Versionen erklingen auf diesem »neuen Klassiker« des Krautrocks.

The Lost Tapes besteht aus einer Pappklappbox mit drei prall gefüllten CDs und einem umfangreichen Heft mit Bemerkungen von Irmin Schmidt zu den einzelnen Stücken. Ein Festschmaus für Cannibalen. Guten Appetit!

Delay 1968

Cover: »Delay 1968« von »Can«
1968
Delay 1968, mit Malcolm Mooney, dem ersten Sänger von Can, wurde bereits 1968 aufgenommen, aber erst 1982, einige Jahre nach dem Auseinandergehen dieser Krautrockcombo, veröffentlicht. Der Nachzügler enthält zwei Punk-Stücke, damals noch Garage genannt. Außerdem finden wir in der Trackliste das tolle Lied Thief. Vor dieser Veröffentlichung gab es Thief meines Wissens nur auf dem Sampler Electric Rock.

Monster Movie

Cover: »Monster Movie« von »Can«
1969
Monster Movie ist das erste Krautrock-Kultalbum von Can und zählt aus gutem Grund zu den wichtigsten Krautrock-Alben überhaupt – noch mit Malcolm Mooney als Sänger. Das epochale Werk enthält die Can-Hymne You doo right, ein 20minütiges Psychedelia, das Malcolm Mooney genial in Szene setzt, natürlich mit den anderen Bandmitgliedern zusammen.

Can habe ich in der Winternight 72/73 in der Niedersachsenhalle, Hannover gesehen. Ein weiteres Konzert besuchte ich 75 oder 76 im Beethovensaal. Damo Suzuki war zu der Zeit nicht mehr bei Can. Der Ersatzsänger war nicht berauschend, im Gegensatz zur Gruppe.

Soundtracks

Cover: »Soundtracks« von »Can«
1970
Soundtracks ist die zweite LP-Veröffentlichung von Can. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Filmmusik. Spoon ist allerdings nicht hier drauf. Can bzw. der Tastenspieler Irmin Schmidt spielten viele Filmmusiken ein und wie man hier hören kann, handelte es sich um bärenstarke Titel, z.B. She Brings The Rain, Soul Desert oder Mother Sky. Beide Sänger sind auf Soundtracks vertreten.

Tago Mago

Cover: »Tago Mago« von »Can«
1971
Bei dem abgedrehten Doppel-Album (LP) Tago Mago von Can wirkt Damo Suzuki erstmals als Sänger mit und beweist, daß er ein ebenbürtiger Ersatz für Malcolm Mooney ist. Auf Tago Mago befinden sich viele der größten Can-Lieder. So sind auf dem zweiten Krautrock-Kultalbum von Can Paperhouse, Halleluhwah und das geilste Peking O drauf, um nur einige zu nennen. Der Krautrock-Klassiker Tago Mago von Can ist ein absolutes Muß für FreundeInnen dieser Musikgattung.

Die Künstler: Can: Cover von «Tago Mago 40th Anniversary Edition», 2011

  • Holger Czukay, b *24.03.1938
  • Michael Karoli, g *29.04.1948 †17.11.2001
  • Jaki Liebezeit, dr *26.05.1938
  • Irmin Schmidt, keyb *29.05.1937
  • Kenji «Damo» Suzuki, voc *16.01.1950

2011 erschien Tago Mago zum 40zig-jährigen Jubiläum mit einer Bonus-CD, betitelt als Tago Mago 40th Anniversary Edition. Auf dieser befinden sich Live-Aufnahmen von 1972, u.a. eine 30minütige Version von Spoon, seinerzeit ein Nummer-Acht-Hit von Can.

Ege Bamyasi

Cover: »Ege Bamyasi« von »Can«
1972
Aller guten Dinge sind drei. Ege Bamyasi ist das dritte Krautrock-Kultalbum von Can. Dieser Klassiker enthält so einmalige Lieder wie Spoon, Vitamin C, Sing Swan Song oder I'm So Green.

Future Days

Cover: »Future Days« von »Can«
1973
Das letzte Album mit Damo Suzuki ist Future Days. Ein ungewöhnlich ruhiges Werk spielten Can damals auf Vinyl ein. Nichtsdestotrotz hat Future Days auch seinen Reiz, kann aber mit den Vorgängern nicht mithalten.

Soon Over Babaluma

Cover: »Soon Over Babaluma« von »Can«
1974
Beim ersten Mal anhören war ich ja ziemlich mächtig stark schockiert. Can ohne richtigen Sänger. Dafür stimmtechnisch verfremdete Michael Karoli und Irmin Schmidt. Aber dann fand ich doch Gefallen an Soon Over Babaluma. Jetzt zählt es für mich zu einem der besten Postsängerphase-Alben von Can. Meine Wortschöpfung!

Landed

Cover: »Landed« von »Can«
1975
Auf Landed befindet sich auch wieder ein Hit von Can und zwar Hunters And Collectors. Das war die Filmmusik zu Eurocops. Wiederum eine solide Platte der Krautrockpioniere.

Flow Motion

Cover: »Flow Motion« von »Can«
1976
Flow Motion beinhaltet eine der besten Can-Kompositionen und zwar das zehnminütige Titelstück. Auch ein schöner Walzer, nach Art dieser Krautrockband, schmückt das Album. Mit I Want More ist zudem ein internationaler Disco-Hit – richtig gelesen – auf Flow Motion vorhanden. Dieses Teil haben Can mal in Ilja Richters Disco gebracht. War irgendwie ein bißchen befremdlich.

Saw Delight

Cover: »Saw Delight« von »Can«
1977
Auf Saw Delight haben sich Can erweitert. Rosko Gee am Baß und Reebop Kwaku Baah an den Perkussionsinstrumenten gesellen sich dazu. Holger Czukay wechselt zum Wave Receiver und steuert Special Sounds bei. Auch auf diesem Album beweist diese Supergruppe des Krautrocks ihre Experimentierfreudigkeit und spielte das außergewöhnliche Animal Waves ein, auf dem Michael Karoli an der elektrischen Geige zu hören ist.

Can

Cover: »Can« von »Can«
1978
Mit dem Album Can verabschiedet sich die Krautrocklegende Can mit einem letzten Meisterwerk von ihren Fans. So wunderbare Lieder wie das trancige Safe und das rhumbamäßige (oder sowas) Sunday Jam gibts auf dem Album. Außerdem ist auf Can der Song A Spectacle. Diese bärenstarke Komposition war sogar einige Zeit die Erkennungsmelodie des Kulturmagazins Aspekte.

Out Of Reach

Cover: »Out Of Reach« von »Can«
1978
Can bestehen nach dem Weggang von Holger Czukay aus Jaki Liebezeit (dr), Michael Karoli (g, voc), Irmin Schmidt (keyb), Rosko Gee (b, voc) und Reebop Kwaku Baah (perc, voc). Die beiden letzteren kamen von Traffic.

Diese fünf nahmen 1978 Out Of Reach auf, das viele Kritiker verrissen. Völlig zu Unrecht! Gee und Bah bereichern den Can-Sound mit Elementen aus Funk sowie mit afrikanischen und südamerikanischen Klängen. Mit November ist außerdem ein tolles Psych-Stück auf Out Of Reach und es sind noch mehr vorzügliche Lieder auf dem Album, die an die «alten Can» erinnern. Nach wie vor gehörten Can zur Crème de la Crème der Krautrockgruppen. Allerdings war das Ende dieser einmaligen Ära schon eingeleitet worden.

Time Rite

Cover: »Time Rite« von »Can«
1986
Nach der Auflösung von Can Ende der 70er, traf sich 1986 die erste Formation der legendären Krautrockband (Mooney, Schmidt, Karoli, Czukay, Liebezeit), um Time Rite aufzunehmen. Herausgekommen ist ein typisches Can-Album, allerdings im zeitangepaßten Gewand. Bis zur Fertigstellung des Albums sollte es noch bis 1989 dauern.

Cluster

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Cluster 71

Cover: »Cluster 71« von »Cluster«
1971
Auf Cluster 71 wird alles was echot, hallt, wah-waht, tremolot, vibriert und oszilliert eingesetzt. Cluster, das sind Dieter Moebius und Joachim Roedelius, haben zusammen mit dem Ko-Produzenten und Tonmeister Conny Plank einen wahren Rausch an Klängen produziert. Clusters Musik ähnelt der von Klaus Schulze, doch ist sie lebhafter. Cluster 71 bietet besten kosmischen Krautrock, den ich Freunden dieses Genres nur empfehlen kann.

Cluster 2

Cover: »Cluster 2« von »Cluster«
1972
Cluster 2 bewegt sich auf dem gleichen Niveau wie schon das erste Album von Cluster. Das Lied Im Süden könnte auch von Neu sein und man denkt Michael Rother spielt mit. Cluster und Michael Rother spielten ja unter dem Namen Harmonia zusammen, aber auf Cluster 2 scheint Rother nicht mitzuspielen.

Zuckerzeit

Cover: »Zuckerzeit« von »Cluster«
1974
Im Gegensatz zu früheren Aufnahmen spielen Cluster auf Zuckerzeit nur kürzere Stücke. Einige Aufnahmen erinnern stark an Neu, was nicht verwundert, da Michael Rother als Ko-Produzent auftritt. Typisch für diese Lieder sind der Takt der Rhythmusmaschine und einprägsame Melodien. Doch immer noch zeigen sich Cluster experimentierfreudig und glänzen mit nicht alltäglichem Liedgut.

Cornucopia

Full Horn

Cover: »Full Horn« von »Cornucopia«
1972 + 1973
Full Horn ist – ohne Übertreibung – ein weltklasse Prog-Album von der völlig unbekannten Gruppe Cornucopia. Von spacig bis hart ist alles auf diesem abwechslungs- und einfallsreichen Krautrockalbum zu hören, das an einigen Stellen entfernt an die alten Genesis erinnert (oder jungen Genesis?).